Folgen einer Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist eine sehr wichtige Behandlungsmethode in der Krebstherapie. Hierbei wird der Tumor mit energiereichen Strahlen behandelt, um ihn zu verkleinern oder zu zerstören. Während der Therapie können Nebenwirkungen auftreten, weil die Strahlen auch auf umliegendes gesundes Gewebe wirken. Die meisten Nebenwirkungen sind jedoch nur vorübergehend und klingen nach der Therapie wieder ab.

Bei der Krebsbehandlung kommen vor allem drei Therapiemethoden zum Einsatz: Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie. Bei einer Strahlentherapie sollen die Tumore mit energiereichen Strahlen zerstört werden.

Sorgfältige Planung

  • Bei einer Bestrahlung wird der Tumor so exakt wie möglichst bestrahlt, um das umliegende gesunde Gewebe zu schonen. Moderne, bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT), Kernspintomografie (NMR, MRT) und Positronen-Emissionstomografie (PET) können im Vorfeld Beschaffenheit und Sitz des Tumors genau ermitteln. Anschließend werden im Computer die geplanten Bestrahlungen simuliert und ein optimaler Therapieplan erstellt.
  • Wird die Bestrahlung in viele Sitzungen mit kleinen Strahlendosen aufgeteilt, kann sich gesundes Gewebe erholen. Tumorgewebe hat diese Eigenschaft in der Regel nicht.

Sind Nebenwirkungen zu erwarten?

  • Die meisten Patienten vertragen die Bestrahlungen gut. Während der Behandlung kann es jedoch zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Sie treten in der Regel nur vorübergehend auf und hängen entscheidend davon ab, welche Körperteile bestrahlt werden und welche Strahlendosis zum Einsatz kommt. Zudem reagieren Patienten sehr unterschiedlich auf die gleiche Bestrahlungsdosis. Hier spielen individuelle Faktoren eine große Rolle.

Es gibt akute Reaktionen...

  • Akute Strahlenreaktionen treten während der Behandlungszeit selbst auf. Sie sind in der Regel vorübergehend und klingen wieder ab, wenn ein Behandlungszyklus beendet ist. Häufig reagiert gesundes, umliegendes Gewebe mit einer Entzündung. Patienten bekommen auch häufig wunde Schleimhäute in Mund und Rachen. Hierfür gibt es Medikamente, die zu einer raschen Besserung einer akuten Entzündung beitragen.
  • Befinden sich Magen- oder Darmschleimhaut im Bestrahlungsfeld, kann es zu Übelkeit und Durchfall kommen. Wird das Knochenmark bestrahlt, ist es häufig in seiner Funktion eingeschränkt. Das kann bei den Betroffenen zu einer Blutarmut, zu einer verlängerten Blutstillung bei Verletzungen sowie zu einer Abwehrschwäche mit Infektionsgefahr führen.
    ...aber auch Spätfolgen
  • Spätreaktionen können noch Monate bis Jahre nach einer Strahlentherapie auftreten. Wenn vormals gesunde Zellen bei der Bestrahlung abgestorben sind und nicht vollwertig ersetzt wurden, entsteht als Ersatz Narbengewebe. Abhängig vom bestrahlten Gebiet kann es zu folgenden Spätreaktionen im Bestrahlungsbereich kommen:
    • Verfärbungen der Haut
    • Verhärtungen des Unterhautfettgewebes
    • Entzündungen und Vernarbungen an der Lunge. Diese werden vom Betroffenen häufig gar nicht wahrgenommen, sondern zeigen sich nur im Röntgenbild der Lunge. Eventuell besteht ein trockener Reizhusten, der sich mit Medikamenten gut behandeln lässt.
    • Verengungen oder Verklebungen von Darmschlingen - diese erfordern eine Operation
    • Verengung der Herzkranzgefäße, verringerte Herzleistung
  • Diese Nebenwirkungen treten selten auf und nur dann, wenn die erwähnten Organe auch bestrahlt werden. Eine Frau, die beispielsweise wegen Brustkrebs im Bereich der Brust bestrahlt wird, bekommt keine Probleme im Magen-Darm-Trakt.

Eine Strahlentherapie hat häufig auch unerwünschte Nebenwirkungen. Jedoch eröffnet sie nicht selten die Chance einer Heilung der Krebserkrankung. Betroffene sollten sich sorgfältig über Nebenwirkungen und Chancen der Strahlentherapie informieren.